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Der Gemeinderat beschloss den Kauf eines neuen Müllsammelfahrzeuges,
lässt aber die Finanzierung dafür offen. Vieles weist darauf hin: Ohne neue
Schulden bewegt sich in Schwechat nichts mehr! In der Gemeinderatssitzung am 1.Juli 2004 wurde der Kauf
eines neuen Müllsammel-Fahrzeuges um 180.516 Euro beschlossen. Unbestritten
ist die Notwendigkeit für diese Anschaffung. Das alte Fahrzeug ist
bereits ein Baujahr 1988 und sollte ja ständig verlässlich im Einsatz sein.
Kein Zweifel besteht aber auch, dass man schon längere Zeit wusste, dass ein
neues Fahrzeug für die Müllabfuhr angekauft werden muss. Man hätte also
bereits mit einer entsprechenden Rücklage im Budget dieses berücksichtigen
müssen, aber nicht erst per ultimo überlegen, welche Fremdfinanzierung nun
die billigere ist: Kredit oder Leasing. Diese Finanzierungsvarianten sind
einer Stadt wie Schwechat nicht würdig und sind vergleichbar mit etwa folgendem:
Sie brauchen für Ihr Auto neue Reifen und nehmen sich dafür einen Kredit auf,
vier Wochen später wird eine neue Starterbatterie fällig und Sie brauchen
dazu wieder einen Sie werden dann bald so in Schulden verstrickt sein, dass
Sie froh sein müssen, |
nur den Zinsendienst leisten zu können.
Unser Vorschlag an den Gemeinderat war, in Zukunft die billigste Zahlungsart
bei Anschaffungen in dieser Höhe zu wählen, nämlich die Barzahlung aus
einer zu bildenden Rücklage für derartige Fälle. Schwechat besorgt ja die
Müllabfuhr im Stadtgebiet seit vielen Jahren nur mehr im Auftrag des
Abfallwirtschaftsverbandes (AWS) und bekommt dafür auch jährlich ca.
450.000 Euro bezahlt. Trotzdem wurde für eventuelle Schadensfälle nichts
zurückgelegt. Für die nun anfallenden Fremdfinanzierungskosten müssen nun
die Bürger aufkommen. Unser Zusatzantrag: in Zukunft eine Rücklage dafür
zu bilden - wurde aber unverständlicher Weise von SPÖ, ÖVP und Grüne nicht
angenommen. Das Schulden machen geht also bedenkenlos hierorts weiter.
Dieses ist nur ein Beispiel von vielen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen.
Darüber hinweg täuschen können auch Großplakate wie „Erfolgshauptstadt
Schwechat“ nicht. Man sollte sich eher darauf besinnen: sparsamer, wirtschaftlicher
und zweckmäßiger zu handeln. Es könnte sonst passieren - was sicher keiner
will - dass einmal ein Plakat die
Aufschrift trägt: „Schuldenhauptstadt
Schwechat“. |