FPÖ besuchte das Medizinische Zentrum Gänserndorf. Diese vorbildlich geführte Tages­klinik könnte ein Modell für Schwechat sein, sagte GR. Helmut Jakl.

Gänserndorf mit rund 8.000 Einwohner und Pro-Kopf-Steuereinnahmen , die um fast 90 Prozent unter denen von Schwechat liegen, setzte mit dem Medizinischen Zentrum ein Zeichen. Noch dazu ist die Stadt sparsam, sie hat um 21 Prozent weniger Schulden pro EW als Schwechat. Helmut Jakl und Ernst Tognotti aus Schwechat besuchten gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Reinhart Waneck die Tagesklinik in Gänserndorf. Der ärztliche Leiter Prim. Dr. Pichler begrüßte seine Gäste und gab ihnen einen kurzen Überblick über die Ent­stehungsgeschichte des medizinischen Zentrums und den dabei ganz natürlich hervorgekommenen Start­schwierigkeiten. Viele der niedergelassenen Ärzte in Gänserndorf und Umgebung standen der Tagesklinik anfangs sehr kritisch gegenüber und befürchteten dadurch auch eine Konkurrenzsituation zu den be­stehenden Arztpraxen. Auch die dortigen Kranken­transportdienste hatten ihre Bedenken, wurden doch vorher die Patienten in das rund 32 km e n t f e r n t e zuständige Krankenhaus Mistelbach ge­bracht. Sie waren natürlich um ihre

kilometerabhän­gigen Leistungserlöse besorgt. Vieles beruhte aber auf Missverständnissen, die inzwischen weitgehend  aus­geräumt sind. Grundsätzlich werden die Patienten ja auch von ihrem Hausarzt an die Klinik überwiesen. Überdies haben die ansässigen Ärzte die Möglichkeit, selbst medizinische Eingriffe an ihren Patienten in der Tagesklinik durchzuführen. Die Bilanz des medizi­nischen Zentrums Gänserndorf kann sich durchaus sehen lassen, kein Gänserndorfer möchte heute die Einrichtung jemals wieder vermissen. Bei einer Um­frage im Bezirk wurden der Tagesklinik hervor­ragende Noten gegeben. Besonders die angebotene Chemo- und Transfusionstherapie ist für betroffene Patienten eine echte Erleichterung im Umgang mit ihrer schweren Krankheit. Die FPÖ Funktionäre aus Schwechat waren von der vorbildlich geführten Gesundheitseinrichtung tief beeindruckt. GR. Helmut Jakl sagte anschließend: Gänserndorf hat es geschafft, aber in Schwechat (mit den höchsten Pro - Kopf-Ein­nahmen) legt sich die SPÖ quer.

Zurück