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Warum braucht der Be­zirk Schwechat ein eigenes Spital? Die Landeshaupt­stadt hat eines, der Bezirk Schwechat möchte ei­nes. In Schwechat werden an Spitzentagen täglich mehr Flugpassa­giere abgefertigt, als ganz St. Pölten Ein­wohner hat, argumentiert StR. Helmut Jakl.

Die Stadt Schwechat muss bei einem Spital für den gesamten Gerichtsbezirk die Vorreiterrolle übernehmen, meinen StR. Helmut Jakl und Mag. Tho­mas Ram. Es ist nicht einzusehen, dass es in anderen Regionen NÖ eine dichte Konzentration von Kran­kenanstalten gibt, der bevölkerungs­reiche und steueraufkommenstarke Bezirk Schwechat dabei unberück­sichtigt bleibt. Der Flughafen mit seinen über 12.000 Be­schäftigten und 12 Millionen jähr­lichen Pas­sagieren nimmt nun mal eine Sonderstellung im gesamten Bundesgebiet ein. An Spitzentagen werden in Schwechat mehr Passagiere ab­gefertigt, als die Landes­haupt­stadt St. Pölten Ein­wohner hat. 187.000 Starts und Landungen von Flug­zeugen im Jahr 2002 be­legen dies eindrucksvoll..

Die Bürger der Region sind größ­tenteils stolz auf die wirtschaftliche Leistungs­kraft dieses Unternehmens, aber sie er­bringen auch Opfer dafür. Die Lebensqualität leidet schon

etwas darunter, hört man immer wieder. Auch eine besondere Gefährdung von Leib und Leben der Menschen im Bezirk kann nicht ganz bestritten werden. Str. Jakl glaubt auch, dass die Forderung nach einem Bezirksspital eigentlich ein Anliegen aller poli­tisch relevanter Gruppierun­gen und Or­ganisationen in der Region sein müsste.Der Wille dazu sollte weit über die Partei­grenzen hinaus gehen, dann lässt er sich auch umsetzen. Der FPÖ Spitzenkan­didat für die Landtagswahl Mag. Thomas Ram hat Str.Jakl dabei seine volle Unterstüt­zung zugesagt. Auch die Kostenfrage für ein Spital muss relati­viert werden. Die Gemeinden des Bezirkes haben schon heute ohne eigenes Spital einen hohen Beitrag an den NÖ-Krankenanstaltensprengel-Fonds zu leisten. Diese Gelder gehen fast aus­schließlich an die Spitalserhalter. Den relativ größ­ten Teil davon be­kommt das Krankenhaus in St. Pölten. Nur die Stadt Schwechat alleine weist im Budget 2003 dafür 3.2 Mio. Euro (44 Millionen Schil­ling!) ) aus. Dass es bei den Krankenhauskosten auch um parteipolitische Inte­ressen geht, belegt der kürz­liche Streit zwischen dem schwarzen Landeshaupt­mann von NÖ

und dem SPÖ-Bür­germeister von St. Pölten. Der SPÖ Bgm. beklagte die hohen Spitalskosten für seine Ge­meinde. Daraufhin schlug das Land NÖ vor, das Spital zu übernehmen, damit die Landes­hauptstadt sich die angeblich hohen Ausgaben erspart. Das Landesangebot wurde aber vom SPÖ-Bürgermeister abgelehnt. Plötzlich war die hohe Be­lastung für das Gemeinde­budget nicht mehr entschei­dend. Insider vermuten für diesen Sin­nes­wan­del des Bürgermeisters eher perso­nalpolitische Überlegungen und die Angst einer eventu­ellen politischen Umfärbung im bisher SPÖ domi­nierten Krankenhaus. So schaut's aus, wenn es um die Gesundheit der Bürger geht und über die angeblich so hohen Kosten im Gesund­heitsbereich diskutiert wird. Ram und Jakl appellieren an alle Politiker des Bezirkes: „Kämpfen wir gemeinsam für ein Bezirksspital“. Der unwürdige Patienten­streit zwischen dem roten Wien und dem schwarzen NÖ darf nicht auf dem Rücken der Bewohner der Umland­gemeinden ausgetragen werden

Helmut Jakl

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