Für das schlechte Abschneiden der SPÖ bei der Gemeinderatswahl suchte Fazekas einen Schuldigen. Den glaubte er, mit der FPÖ gefunden zu haben. Besonders dürfte ihn sein schlechtes Vorzugsstimmenergebnis verärgert haben. Noch nie bekam ein SPÖ-Spitzenkandidat in Schwechat so wenig Zustimmung. Trotz eines sündteuren und ganz auf ihn zugeschnittenen Wahlkampfes. Nach dem Wahlergebnis am 14. März 2010 steht der FPÖ gesetzmäßig ein Stadtrat zu. Schon bei der Zuteilung des Ressorts an die FPÖ muss Fazekas lange gegrübelt haben, wie er den Freiheitlichen eines auswischen kann. So gab er dann der FPÖ die Bereiche Friedhöfe, Veterinärwesen und öffentliche Toiletten. WCs sind bekanntlich gerade mal zwei vorhanden. Aber die Freiheitlichen haben das akzeptiert und wollten das zugewiesene Ressort auch gewissenhaft und ordentlich ausüben. Dass sie nicht zu den der SPÖ Schwechat genehmen Oppositionsparteien gehören, wissen sie schon seit längerer Zeit. Bereits einmal reduzierten die Sozialisten die Anzahl der Stadträte, nur damit die FPÖ keinen bekommt. So eine listige Vorgangsweise wurde aber später durch eine Änderung der NÖ Gemeindeordnung verhindert. Das war sogar der ÖVP im Land zu peinlich. Fazekas begründete den Entzug des Ressorts damit, die FPÖ hätte sich auf ihrer Homepage abfällig über die SPÖ geäußert. Dabei hat die FPÖ nur angekündigt, sie macht bei einer Erhöhung der Friedhofsgebühren nicht mit und möchte die Toiletten in einen derart sauberen Zustand bringen und halten, dass jeder und natürlich auch die Schwechater Stadtsozialisten diese gepflegt aufsuchen können. Die FPÖ war vielleicht auch deshalb ein wenig verärgert, weil sich ein SPÖ Stadtrat in der Zeitung „SPÖ Speziell“ erblödete zu behaupten: „die FPÖ als Unterstützer einer Gebührenerhöhung entlarvt“. Eigentlich sollte man diesen Herren ignorieren. Da er aber drei Bürgerinnen mit Fotos in sein mieses Spiel einbezogen hat, muss man sich schon fragen: Wie tickt dieser Mann?